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Windbeutel

Windbeutel, schweizerisch Ofenküchlein sind meist faustgroße, hohle Gebäckstücke aus Brandmasse. Sie werden häufig mit Schlagsahne oder Vanillecreme, eventuell zusätzlich mit Früchten, gefüllt. Da der Brandteig nicht gesüßt wird, können Windbeutel sowohl süß als auch pikant gefüllt werden. Als Grundlage für Füllungen eignen sich z. B. Quark, Frischkäse und pürierte Avocado. Zur Zubereitung werden kleine Portionen Brandmasse mit einem Löffel in größerem Abstand auf ein Backblech gesetzt oder gespritzt. Windbeutel werden noch heiß seitlich aufgeschnitten und nach dem Abkühlen gefüllt.Sehr kleine Windbeutel werden Profiteroles genannt, diese sind aber nicht gefüllt. (http://de.wikipedia.org/wiki/Windbeutel)

soviel zur theorie, in der praktischen anwendung ist der windbeutel für mich eine der schönsten kulinarischen erinnerungen, die ich mit meiner kindheit verbinde: unser tantchen hat uns immer wenn sie beim bäcker war einen windbeutel mitgebracht, bei unserem bäcker waren die richtig groß und spätestens nach der hälfte des mit sahne gefüllten turmes war mir schlecht; nachdem unser tantchen immer älter wurde und wir sie gepflegt haben gab´s keine windbeutel mehr und irgendwie hatte ich auch keine lust, mir selbst einen zu kaufen; als ich mir jetzt mal einen kaufen wollte, habe ich bei keinem bäcker einen gefunden - bis auf heute: es hat ein neuer bäcker in der stadt aufgemacht und dort habe ich sie in der auslage entdeckt, ich habe mir gleich einen gekauft, den zu hause vorsichtig ausgepackt, mit einen malzkaffee dazu gemacht, am windbeutel gerochen - riecht noch wie früher, ist aber kleiner und schmeckt nicht ganz so phantastisch wie früher; also saß ich da, habe meinen windbeutel gegessen und eine träne für´s tantchen vergossen, weil es mich so an sie erinnert hat

~ von leonorademaron am April 30, 2008.

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